Nicholas Moore ( GB )

Nicholas Moore (1918-1986)

 

Nicholas Moore (1918-1986) war ein Englischer Dichter und Pflanzenzüchter. Sein Vater George Edward Moore (1873-1958) war ein bekannter englischer Philosoph. Nicholas Moore hatte über seinen Vater, der auch ein Helfer im Botanischen Garten von Cambridge war, Zugang zu den Beeten in den Gewächshäusern. Hier entdeckte er die Alpine Welt der Pflanzen. Besonders beeindruck haben ihn dort vor allem die Varietäten Sempervivum kosaninii und Sempervivum tectorum Nigrum. Seine ersten Züchtungsversuche begann er in den 50er Jahren, nachdem er die prachtvollen Sammlungen von A. Hansen und David Ford zu Gesicht bekam. Bereits 1945 erhielt er das Buch „Alpines in Colour and Cultivation“ von T. C. Mansfiled und etwas später Präeger´s Buch „An Account of the Sempervivum Group“ zum Studium . Seine ersten Hybriden mit ausdauernder Blattfärbung waren S. Hey Hey von 1950, S. Shirley´s Joy von 1954 und S. Alcithoe von 1957. Bei Kreuzungsversuchen legte er besonderen Wert auf Sämlinge, die ihre Blattfarbe über eine längere Zeit behielten oder rotbraune bis rosa Farbtöne zeigten, wie z. B. der Typ S. marmoreum Ornatum von 1933, den er für Kreuzungsversuche nutzte. Daraus folgten die Sorten Sempervivum Al von 1950 und Sempervivum Corriana. Eine seiner Lieblinssorten war die Hybride S. Black Claret von 1952, die sich mit einer bisher noch nie gezeigten Form und Farbkombination auszeichnete. Seine Züchtungen Malabron von 1975 und Pastel von 1976 erhielten von der Sempervivum Society den Award of Merit.

Ab 1948 wohnte Nicholas Moore in 89 Oakdene Road, St. Mary Cray in Kent in einer Maisonetten-Wohnung. Er hatte nie auf seine Gesundheit geachtet und verlor in seinen späteren Jahren durch seine ungesunde Ernährung und fortgeschrittene Diabetis ein Bein und musste sich fortan im Rollstuhl bewegen. Sein Wohnzimmer war wie eine miniatur Berglandschaft eingerichtet.

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Zwei Jahre bevor er starb machte Peter Riley bei Nicholas Moore in St. Mary Grey einen Besuch. Hier sein Bericht:

„ The garden was now under long grass but he was a professional and knew perfectly well that it was still there; the rare tulips, Michaelmas daisies and especially irises of his own breeding were rooted there in the pattern he had set them and would emerge next spring, helped by some elementary clearance which he hoped to get down to when he felt a little better. The sempervivums survived by definition. …. His small front garden was filled by a magnificent Japanese flowering cherry ….. the neighbours upstairs had complained constantly because it impeded their view of the council-houses opposite and eventually managed to get it brutally trimmed so that its branches spread upwards and then halted abruptly on an absurd horizontal plane just at the ceiling level of his living-space.“

Peter Riley 1990 The Menard Press London

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Ab 1955 verlor er alle Kontakte zur Literaturszene. Er hatte jetzt kein geregeltes Einkommen mehr. Seine Frau mit den Kindern waren weg. Für den Rest seines Lebens blieb er dann alleine. Er schrieb auch kaum noch Gedichte. Nur die Liebe zu den Pflanzen blieb bestehen, so dass er auch seine Wohnung entsprechend umfunktionierte.

 

Text verfasst von Georg Merkl im Mai 2013

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Züchtungen von 1950 bis 1999

 

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