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Nr. 17 - Das Glück zieht ein

Bild von majoRahn

 

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* Weidenzweige, die am Sonntag vor Ostern, dem sogenannten Palmsonntag, in der katholischen Kirche geweiht werden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

** Meine Mailanschrift für eure Torpfostenbilder:

Info@majorahn..de

 

 

 

 

Nr. 17 - Das Glück zieht ein

 

Irgendetwas muss ja dran sein, sonst würde ein Brauch nicht hunderte von Jahren überleben!

Für Sempervivumfreunde ist es keine Neuigkeit mehr, dass Karl der Große schon im frühen Mittelalter empfahl, Dachwurz auf das Dach zu pflanzen.

Gemeint ist Sempervivum tectorum und mein Wörterbuch der botanischen Namen hat mir verraten, dass tectorum 'auf dem Dach wachsend' heißt.

 

Jedes Sempervivum-Sammler-Kind weiß, dass die Menschen glaubten vor Blitz geschützt zu sein, wenn auf dem Dach Dachwurze wachsen würden. Dieses Wissen saugt es praktisch mit der Sempervivum-Sammlerin-Muttermilch ein. Am Johannistag – so kann man es in den Überlieferungen nachlesen – sammelte man Hauswurzrosetten vom Dach, die man bei Gewitter zusammen mit Palmkätzchen* im Ofen verbrannte. Das sollte Unglück fernhalten. Und wo das Unglück verb(r)annte wurde, zog das Glück ein! Ist doch logisch!

 

Ich weiß nicht wann genau die Semperviven vom Dach auf die Torpfosten umgezogen sind, denn noch heute sieht man in manchen Gegenden immer noch wunderschöne alte, aber auch moderne Sockel, auf denen der Brauch weiterlebt. Die nun „auf Torpfosten wachsende“ winken immer noch das Glück zum Haus herein.

 

Schaut selbst, was ich auf meinen Reisen ins Elsaß fotografiert habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Fotografieren war es mir manchmal ein bisschen mulmig zumute. Was wäre, wenn plötzlich ein Hund käme und mich mit dem Briefträger verwechseln würde (und mir ins Bein beißen würde ...). Oder wenn der Hausbesitzer käme und mich mit Schimpf und Schande davon jagen würde. Das habe ich zumindest geglaubt, als sich während des Fotografierens plötzlich ein Tor öffnete und der Besitzer des Hauses heraustrat.

 

 

Aber der Mann war sehr freundlich. Vielleicht dachte er, das Glück stände vor der Tür und so hat er mich kurzerhand in sein Haus eingeladen. Und was ich dann sah, verschlug mir den Atem!

 

 

Es war überwältigend, was der Mann mit seiner Frau über Jahre hinweg auf Flohmärkten zusammengetragen hat. Alles stand fein säuberlich geputzt, geordnet und beschrieben vor mir. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Ich wusste es doch: Sempervivum bringt Glück!

 

Wieder zuhause angekommen, habe ich mich gleich mal in meinem Dorf umgeschaut, ob es die Tradition des „Torpfosten-Glücks“ auch noch bei uns gibt. Und tatsächlich, ich bin fündig geworden:

 

 

Ich würde mich übrigens sehr freuen, wenn ihr euch auch einmal umschauen und mir berichten würdet, ob man auch in eurer Gegend noch das Glück auf dem Torpfosten findet. Fotografiert es und schickt mir ein Bild davon, mail-Anschrift, siehe links.

 

Ich werde auf jeden Fall im nächsten Frühjahr Sempervivum auf meine Eingangsmauer pflanzen – Anregungen habe ich ja genug gefunden.

 

Ich möchte diese Semperecke aber nicht schließen, ohne meine beiden Fahrer zu erwähnen. Nicht nur dass sie mit mir die Augen offen hielten um mich auf das Glück aufmerksam machten – nein sie bremsten auch immer, wenn ich „Stop!“ rief. Manchmal mussten sie sogar eine Sonderrunde drehen wenn wir am Glück vorbeigefahren sind.

 

Herzlichen Dank Mr. Myrtyll und ein herzliches Dankeschön auch an meinen mir „Angetrauten“. Ihr seid besonders geduldig mit mir gewesen!

Danke!

 

Wer mehr über meine 1. Elsaß-Gartenreise lesen will, findet hier einen Blogbeitrag von City-Garden, deren Mann, Mr. Myrtyll, uns übrigens so geduldig chauffiert hat.

 

Elsaß-Gartenreise im August 2010

 

Für alle, die sich die Torpfostenbilder lieber als Diaschow anschauen möchten:

 

Diashow: Torpfosten

 

Herzliche Grüße von Anne Rahn - majoRahn

 

 

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