Reisebericht: Kraľovany, Tunnel

Gespeichert von jezour am So., 17.10.2021 - 20:00

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. montanum ssp. heterophyllum from Kraľovany, Tunnel

In diesem Beitrag bleiben wir wieder in der Slowakei, wir verlassen das Gebirge Západné Tatry und verschieben uns in Richtung Westen. Das Dorf Kraľovany liegt in dem Tal der Flußes Váh in dem Nordwestlichen Teil der Slowakei bei der Zusammenfluß von Váh mit dem Fluß Orava. Das Tal des Flußes Váh bildet da eine Grenze zwischen zwei Gebirge – zwischen Malá Fatra im Norden und Veľká Fatra im Süden.
Sempervivum montanum ssp. heterophyllum wächst auch in dem Gebirge Malá Fatra, die Naturstandorte gibt es an den südlichen und östlichen Füße der Berge in der Meereshöhen von 420 Meter bis 900 Meter über dem Meerspiegel. Sempervivum montanum ssp. heterophyllum aus dem Gebirge Malá Fatra ist ein bisschen anders als aus anderen Gebirgen der Slowakei. Die Rosetten von Sempervivum montanum ssp. heterophyllum aus Malá Fatra sind ein bisschen kleiner und beinhalten größere Menge der Rosettenblätter, die Rosettenblätter sind kleiner und schmaler.
Die Naturstandorte in der Umgebung von dem Dorf Kraľovany sind eine Geschichte der Suche für mich. Zuerst habe ich gedacht, dass es da keine Naturstandorte von Sempervivum montanum ssp. heterophyllum sein können – es gibt da nur wenige Felsen, die Felsen sind oft in den Beständen der Bäume versteckt. Trotzdem habe ich Angaben über Naturstandorten von Sempervivum montanum ssp. heterophyllum in der Literatur gefunden und im Jahre 2014 was es mir ganz klar, wo sich die Naturstandorte bei dem Dorf Kraľovany befinden.
In dem Dorf Kraľovany gibt es ziemlich großer Bahnhof, durch das Dorf führt eine wichtige Eisenbahnstrecke, es fängt da auch die Eisenbahnstrecke in Richtung Trstená an. Nicht weit von dem Bahnhof führt die Eisenbahnstrecke in Richtung Trstená durch einen Tunnel, über dem südlichen Portal dieses Tunnels befindet sich einen Naturstandort von Sempervivum montanum ssp. heterophyllum. Die Abhänge über dem Tunnel sind felsig und wirklich sehr steil, in der Nähe der Eisenbahnstrecke sind die Abhänge kahl, höher wachsen Bäume an diesen felsigen Abhängen.
Der Naturstandort liegt da in der Höhe von 430 Meter, das Gestein wird durch Granodiorit gebildet.
An diesem Naturstandort wächst eine riesengroße Menge der Rosetten aller Größen. Die Rosetten wachsen am Naturstandort oft in großen Kolonien, in solchen Kolonien wächst oft um 40 Rosetten, es gibt auch einzeln wachsende Rosetten dort.
Weil die Felsen durch die Bäume beschattet werden, haben da die Rosetten in der Saison nicht so viel Licht. Wenn Laub nicht präsent ist, erhalten die Rosetten genug Licht. In der Zeit meines Besuches waren alle Rosetten frisch oder dunkel grün gefärbt, alle Rosetten waren breit geöffnet.
Viele Rosetten haben neue Ausläufer in der Zeit meines Besuches gebildet. Die Ausläufer waren ziemlich lang und dünn. Die Rosetten am Naturstandort blühen auch regelmäßig – am Naturstandort habe ich wirklich viele vertrocknete Blütenstengen beobachtet. Es war zu spät für die Blüte an diesem Naturstandort, Sempervivum montanum ssp. heterophyllum blüht früher in der Natur, vor allem im Mai, die letzten Blüten sind am Anfang Juni zu beobachten.
Der Naturstandort über dem Tunnel ist ein bisschen ungewöhnlich, trotzdem handelt es um einen wunderschönen Naturstandort von Sempervivum montanum ssp. heterophyllum. Ich freue mich auf die Antworten.

LG,

Josef

Zum Naturformeneintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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