Reisebericht: Malý svah

Gespeichert von jezour am Mi., 11.11.2020 - 12:12

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. montanum ssp. carpathicum from Malý svah

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder bei dem Thema Sempervivum montanum ssp. carpathicum, wir bleiben wieder in der Slowakei in dem Gebirge Vysoké Tatry. Das Gebirge Vysoké Tatry liegt auf dem Gebiet von den zwei Staaten, auf dem Gebiet der Slowakei und auf dem Gebiet von Polen. Der höchste Berg des ganzen Gebirges liegt in dem slowakischen Teil des Gebirges und heißt Gerlachovský štít, der Gipfel dieses Berges misst 2655 Meter.
In dem Gebirge Vysoké Tatry gibt es zahlreiche Naturstandorte von Sempervivum montanum ssp. carpathicum, die Naturstandorte befinden sich auf dem Gebiet des ganzen Gebirges, also auch in dem nördlichen Teil des Gebirges in Polen. In diesem Reisebericht möchte ich einen weiteren Naturstandort aus dem slowakischen Teil des Gebirges vorstellen.
Auch in dem Gebirge Vysoké Tatry gibt es tiefe Gleschertäler, einige Glätschertäler sind kurz, weitere Gletschertäler sind ziemlich lang (z. B. Tichá dolina ist 17 Kilometer lang). Malá Studená dolina gehört auch zu den Gletschertälern, liegt in dem südöstlichen Teil des Gebirges und misst nur 4,5 Kilometer in der Länge. In der oberen Teil des Tälers gibt es bekannte Gletscherseen – Spišské plesá, durch dieses Tal führt auch einen touristischen Weg. In dem unteren Teil des Tales habe ich einen Naturstandort von Sempervivum montanum ssp. carpathicum gefunden, in der Landkarte steht den Namen Malý svah für diesen Ort. Es geht um einen steilen Teil des Tales nicht weit von den Gletscherseen.
Der Naturstandort liegt in der Höhe von 1710 Meter über dem Meerspiegel, das Gestein wird durch Granit gebildet. Die Rosetten wachsen vor allem zwischen den großen Steinen, an den Rändern der großen Steine und auch teilweise im Gras in der Nähe der großen Steine da.
Am Naturstandort habe ich eine riesengroße Menge der Rosetten aller Größen beobachtet. Die Rosetten wachsen vor allem in den Gruppen und in den Kolonien am Naturstandort, einige Rosetten wachsen auch selbstständig. Alle Rosetten am Naturstandort waren in guten Zustand in der Zeit meines Besuches. Die Rosetten waren geöffnet, in meisten Fällen frisch grün gefärbt, einige Rosetten hatten lila oder dunkel rot gefärbte äußere Rosettenblätter.
In der Zeit meines Besuches haben viele Rosetten neue Ausläufer gebildet, ich habe auch die Blüten an diesem Naturstandort beobachtet, etwa 10 Rosetten haben geblüht. Es war interessant, dass die Blüten an diesem Naturstandort viele Petalen beinhaltet haben, meistens von 14 bis 18 Petalen, die Blüten haben „völlig“ ausgesehen – es gab fast keine oder sehr enge Lücken zwischen den einzelnen Petalen von der Basis fast bis unteren Drittel der Länge der Petalen in vielen Fällen. Die Blütezeit war an diesem Naturstandort am Anfang, viele Blüten haben später geblüht.
Es lohnt sich diesen Naturstandort zu besuchen, dieser Naturstandort ist ziemlich leicht zugänglich und liegt gleich neben dem touristischen Weg. Und das Tal ist auch wunderschön. Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformeneintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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Comments

Sempernicki

Di., 02.11.2021 - 09:50

Hallo, lieber Josef,

das ist ja eine wirklich schöne Gegend - die Pflanzen natürlich auch Bild entfernt. Tolle Blütenfarbe bei dem dunkleren Foto.

Vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht und die schönen Bilder!

Liebe Grüße

Veronika