Reisebericht: Monkova dolina, Mitte

Gespeichert von jezour am Do., 17.09.2020 - 15:50

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. hirtum (preissianum) from Monkova dolina, Mitte

In diesem Reisebericht verlassen wir das Thema Jovibarba globifera, trotzdem bleiben wir bei dem Thema der Pflanzen der Gattung Jovibarba. Wir besuchen nämlich einen Naturstandort von Jovibarba hirta var. preissiana in der Slowakei.
Wahrscheinlich kennen sie alle den Namen Belianské Tatry. Es handelt sich um einen Gebirgskamm, der vor allem durch Dolomit und Kalkstein gebildet wird. Belianské Tatry befinden sich in der nördlichen Teil der Slowakei, sehr nahe der Grenze zu Polen, an dem östlichen Rand des Gebirges Vysoké Tatry. Der höchste Berg dieses Gebirgskammes ist Havran mit der Höhe von 2152 Meter. Obwohl in der Vergangenheit durch Belianské Tatry mehrere touristische Wege geführt haben, ist heute nur ein tourischer Weg geöffnet – zwischen dem Dorf Ždiar und Kopské Sattel.
Persönlich habe ich auf diesen touristischen Weg sehr gefreut, leider das Wetter war für längere Beobachtungen der Pflanzen nicht so geeignet – Regen, Wind, Nebel… Trotzdem habe ich Hauswurz gefunden.
Monkova dolina ist ein tiefes Tal in der Mitte des Gebirgskammes, das Tal führt in Richtung Nordosten. Durch dieses Tal führt gerade der touristiche Weg von dem Dorf Ždiar in die Berge. Etwa in der Höhe von 1150 Meter fängt der touristischer Weg an steil zu steigen, nicht so weit habe ich einen kleinen Naturstandort von Jovibarba hirta var. preissiana gefunden.
Der Naturstandort ist wirklich klein, es handelt um ein paar Steine, um denen Gras, Straücher und kleine Bäume wachsen, die Steine waren ziemlich dicht durch Moos bedeckt. Gerade da habe ich etwa 20 Rosetten von Jovibarba hirta var. preissiana gefunden.
Der Naturstandort liegt in der Höhe von 1220 Meter über dem Meerspiegel, das Gestein wird Dolomit gebildet. Alle Rosetten wachsen direkt auf dem Stein im Moos in zwei kleinen Gruppen. Vielleicht wachsen in der Umgebung noch weitere Pflanzen, z. B. ein bisschen niedriger an den kleinen Felsen und auf weiteren Steinen. Leider die Untersuchung dieser Felsen und Steine war wegen Wetterbedingungen nicht möglich.
Am Naturstandort habe ich also nur zwei größeren Rosetten beobachtet, diese Rosetten hatten um etwa 3 Zentimeter im Durchschnitt, weitere Rosetten waren wahrscheinlich die Ausläufer dieser großen Rosetten. Die Rosetten waren breit geöffnet und frisch grün gefärbt, nur die Spitzen der Rosettenblätter waren lila oder dunkel rot gefärbt. Die Rosettenblätter waren eng (typisch für Jovibarba hirta var. preissiana), in der Nähe der Spitzen der Rosettenblätter waren wenige oder fast keine Wimper an den Kanten der Rosettenblätter, niedriger an den Kanten der Rosettenblätter waren wenige Wimper – immer Wimper, Lücke, Wimper. Ob die Rosetten am Naturstandort auch blühen, kann ich leider nicht bestätigen – es war zu früh für die Blüte dieser Pflanzen, ich habe keine vertrocknete Blütenstengel gefunden und ich habe zu wenige Rosetten beobachtet.
Am Ende meines Reiseberichtes muss ich eine wichtige Information ergänzen. Aufgrund der Pflanzen von Jovibarba hirta var. preissiana von Belianské Tatry und Pieniny wurde die Beschreibung von Sempervivum preissianum durch Domin erstellt.
Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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Comments

Sempernicki

Di., 02.11.2021 - 14:45

Hallo, lieber Josef,

heute hast du uns ja nur eine kleine Menge zeigen können, aber die Rosetten sind richtig schön saftig grün. Dass die Pflanzen aus dem Gebirge Anlass für die Beschreibung durch Domin waren, finde ich interessant.

Danke für den Bericht und die schönen Bilder!

Liebe Grüße

Veronika

Sempernicki

Di., 02.11.2021 - 14:46

Hallo, liebe Veronika,

am Naturstandort habe ich wirklich wenige Bilder gemacht - Regen, wenig Licht, der größere Teil der Strecke war vor mir. Ich muss mindestens ein paar Bilder der Pflanzen aus der Kultur machen, die Pflanzen baue ich bei mir in der Sammlung erfolgreich an, leider habe ich noch nie diese Pflanzen fotografiert.

LG,
Josef