Reisebericht: Bezdružice, O

Gespeichert von jezour am Mi., 02.09.2020 - 11:07

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Bezdružice, O

In diesem Reisebericht bleiben wir noch bei dem Thema Jovibarba globifera, wir bleiben auch in der Gegend von Böhmen. Wir verlassen die Umgebung von dem Städtchen Žlutice und verschieben uns näher zu Pilsen, also in die Gegend von westlichen Teil Böhmens.
Die Gegend von Westböhmen ist eine Hügellandschaft, es gibt zahlreiche Hügel und Täler da, in ten Tälern fließen kleine oder größere Bächer. An den Abhängen dieser Täler befinden sich oft Felsen, einige Felsen sind klein, weitere ziemlich hoch. Einige Felsen werden durch Sträucher oder Bäume start bewachsen, an anderen wachsen die Bäume und Sträucher fast nicht. Also, es gibt ziemlich eine riesengroße Menge der Plätze in Westböhmen, an denen Jovibarba globifera wachsen könnte, interessant ist, dass die Naturstandorte in Westböhmen, eher selten sind, an meisten geeigneten Orten wächst Jovibarba globifera nicht.
Etwa nordöstlich von Pilsen gibt es ein Tal von Úterský Bach, dieser Bach gehört zu den größeren Bächern in Westböhmen, ist ziemlich lang und vor allem fließt durch ein tiefes Tal. 33 Kilometer nordwestlich von Pilsen liegt an dem Hügel über Úterský Bach ein Städtchen – Bezdružice und gerade nicht weit von dem Städtchen, an den Abhängen des Tales von Úterský Bach habe ich einen Naturstandort von Jovibarba globifera gefunden. Der Fund dieses Naturstandortes war eine Überraschung für mich, denn es gibt keine Angaben in der Literatur über Naturstandorte von Jovibarba globifera in diesem Teil von Böhmen. Der Naturstandort liegt an den Abhängen über dem Boden des Tales, diese Abhänge werden südlich oder südwestlich orientiert. Auf den ersten Blick scheint es, dass der Ort nicht geeignet für Jovibarba globifera ist, die Felsen sind teilweise durch die Sträucher und Bäume beschattet, trotzdem handelt es um einen schönen Naturstandort.
Der Naturstandort liegt in der Höhe von 465 Meter über dem Meerspiegel, das Gestein wird wahrscheinlich durch Phyllit gebildet. Die Rosetten von Jovibarba globifera wachsen da an den felsigen Abhängen teilweise im Wald, ein Teil der Abhängen ist ohne Bäume und ohne Sträucher. Die Rosetten besiedeln die Felsen, die Felsspalten, wachsen auch unter den Felsen in der Umgebung und an den Rändern der Steine.
Am Naturstandort habe ich eine riesengroße Menge der Rosetten aller Größen beobachtet, die größte Rosetten hatten etwa um 5 Zentimeter im Durchschnitt. Die meisten Rosetten waren frisch grün gefärbt, nur die kleine Rosetten hatten rot gefärbte äußere Rosettenblätter. Die großen Rosetten waren geöffnet, kleine Rosetten waren eher geschlossenm, alle Rosetten am Naturstandort waren in guten Zustand.
Obwohl es eine riesengroße Menge der Rosetten am Naturstandort gibt, habe ich am Naturstandort keine blühende Rosetten gefunden und beobachtet. Die Rosetten vermehren vor allem durch Ausläufer am Naturstandort.
In diesem Fall handelt es um einen schönen Naturstandort. Interessant finde ich auch, dass der Naturstandort so gut versteckt wurde, obwohl die Gegend von Böhmen floristisch ziemlich gut untersucht wird. Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformeneintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

Bildergalerie - © alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt!

Comments

Sempernicki

Di., 02.11.2021 - 17:30

Hallo, lieber Josef,

es freut mich, dass du einen neuen Standort entdeckt hast. Das ist sicher noch schöner als wenn man einen schon bekannten Ort sucht und findet.

Danke für den ausführlichen Reisebericht und die schönen Bilder - interessante Rosetten-Häufchen!

Liebe Grüße
Veronika