Reisebericht: Hejná, Radvanka

Gespeichert von jezour am Mi., 05.08.2020 - 09:07

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. globiferum ssp. globiferum from Hejná, Radvanka

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder bei dem Thema Jovibarba globifera und besuchen einen weiteren Naturstandort von Jovibarba globifera in südwestlichen Teil von Böhmen. Auch in diesem Reisebericht bleiben wir in der Gegend des Tales von Fluß Otava. Etwa zwischen dem Städtchen Sušice und zwischen dem Städtchen Horažďovice fließt der Fluß Otava durch ein breites Tal mit den Hügeln an den beiden Ufern, diese Hügel sind oft durch Kalkstein gebildet und in dieser Gegend gibt es ziemlich viele Naturstandort von Jovibarba globifera.
Das Dorf Hejná liegt gerade in dieser Gegend, östlich an den Abhängen des Tales von Fluß Otava etwa 4 Kilometer südwestlich von dem Städtchen Horažďovice. Das Dorf befindet sich gerade unter dem Hügel Radvanka. Radvanka ist, oder vielleicht besser geschrieben war, ein Hügel, der durch Kalkstein gebildet ist. Der Hügel wurde durch die Förderung von Kalkstein ganz geändert, der größeren Teil des Hügels ist jetzt weg, es gibt ein großes Loch da und die Förderung fährt immer fort. Nur die Reste des Hügels sind geblieben, es handelt um die Teile der Abhängen bei dem Dorf Hejná.
Gerade an diesen Resten der Abhängen über dem Dorf habe ich Jovibarba globifera gesucht. Es gibt ziemlich vielen Angaben über den Naturstandorten von Jovibarba globifera am Hügel Radvanka. Wegen Förderung bleiben wahrscheinlich nur zwei geeignete Plätze für Hauswurz, einen Platz befindet sich gerade an den Abhängen über dem Dorf Hejná, darum habe ich da gesucht und Jovibarba globifera auch erfolgreich gefunden.
Der Naturstandort liegt an den südlich orientierten Abhängen am Rand des Kalksteinsteinbruchs, es handelt sich um einen Felsen, den ich untersucht habe, vielleicht wachsen die Rosetten von Jovibarba globifera auch an weiteren Orten gleich am Rande des Dorfes. Weiter hoffe ich, dass diesen Naturstandort immer existiert.
Dieser Felsen war etwa 10 Meter hoch und sehr steil, der unteren Teil des Felsens wurde durch die Bewegung der Fahrzeuge, die sich im Steinbruch und in der Nähe bewegen, vernichtet, die Rosetten von Jovibarba globifera sind in dem oberen Drittel des Felsens gewachsen. Der Naturstandort liegt in der Höhe von 530 Meter, das Gestein wird durch Kalkstein gebildet.
Die Rosetten wachsen an den Felsen, in den Felsspalten und auch oben an den Rändern der Felsen, am Naturstandort habe ich eine riesengroße Menge der Rosetten aller Größen beobachtet. Die Rosetten bilden oft Gruppen am Naturstandort, einige Gruppen beinhalten um 10 Rosetten, einige Gruppen haben mehr als 40 Rosetten beinhaltet. Alle Rosetten am Naturstandort waren in der Zeit meine Besuches in dem guten Zustand. Die Rosetten, die oben an den Rändern der Felsen gewachsen sind, waren größer, meistens geöffnet, frisch grün gefärbt, die äußeren Rosettenblätter waren rot gefärbt. Die Rosetten, die in den Felsspalten und an den Felswänden gewachsen sind, waren kleiner, eher geschlossen und rot gefärbt.
Obwohl die Rosetten am Naturstandort in guten Zustand waren, habe ich am Naturstandort keinen vertrockneten Blütenstengel gefunden. Es scheint, dass die Rosetten am Naturstandort nur selten blühen. Ziemlich viele Rosetten haben neue Ausläufer gebildet, ältere Ausläufer waren präsent in der Nähe der Rosetten, die Rosetten vermehren vor allem durch Ausläufer am Naturstandort.
Wie ich schon geschrieben habe, ich hoffe, dass der Naturstandort immer gibt. Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 08:16

Guten Morgen lieber jezour!

Da hast du uns schöne Bilder von tollen Rollern mitgebracht. Ich liebe sie ja mehr und mehr, wenn es darum geht, langlebige Pflanzungen vorzunehmen.

An ihrem Naturstandort tut ihnen das Kalkgestein anscheinend gut. Bei mir im Garten bekämen sie Kalksplitt, was ihnen dann bestimmt auch gefallen würde.

Diese gezeigte Naturform könnte es locker mit vielen Züchtungen aufnehmen, so bunt und prächtig, wie sie ist.

Danke fürs Bilder zeigen.

Liebe Grüße
Beatrix

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 08:17

Hallo lieber Josef,

ich schließe mich der Bewunderung meiner Vorrednerin an. Die Pflanzen leuchten geradezu.

Herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung und die schönen Bilder!

Liebe Grüße

Veronika