Reisebericht: Garvanec

Gespeichert von jezour am Mi., 03.06.2020 - 12:46

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. heuffelii from Garvanec

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in Bulgarien, in dem Gebirge Vračanskata planina. Das Gebirge Vračanskata planina emporragt gleich über der Stadt Vraca in Nordwesten Bulgariens, die höchsten Berge des Gebirges liegen etwa südlich und südwestlich von der Stadt und das Gebirge bildet einen Teil des Gebirges Stara planina, des längsten Gebirges der Balkan Halbinsel.
Über dem südlichen Teil der Stadt Vraca erheben sich hohe weiße Felswänden, in denen eine tiefe und enge Schlucht gibt. Durch diese Schlucht führt auch eine Straße – wenn man diese Straße in Richtung Höhlen folgt, ist es möglich bald oben an den Rändern der Felswänden über der Schlucht stehen. Da gibt es eine wunderschöne Aussicht in die Schlucht und auf die Stadt Vraca. An den Rändern der Felsen habe ich auch einen Naturstandort von Jovibarba heuffelii am Ort mit dem Namen Garvanec gefunden. Dieser Naturstandort liegt in der Höhe von 970 Meter über dem Meerspiegel, das Gestein wird Kalkstein gebildet.
Da oben an den Rändern der Felswänden wächst eine große Menge der Rosetten von Jovibarba heuffelii. Die Rosetten wachsen vor allem in kleinen Gruppen und weil die Felswänden sehr steil sind, sind viele Rosetten für Nicht-Bergsteiger gut geschützt und nicht erreichbar. Die Gruppen enthalten oft um 8 Rosetten, einige Rosetten wachsen auch allein, die Rosetten sind meistens in den Felsspalten und auf den Felsbänken zu finden, einige Rosetten wachsen auch direkt an den Felswänden.
Die Rosetten waren in guten Zustand während meines Besuches. Die Rosettenblätter der meisten Rosetten waren grünblau gefärbt, bei einigen Rosetten habe ich eine dunkel rote Färbung an den äußeren Flächen der äußeren Rosettenblätter bei der Spitze beobachtet. An dieser Stelle möchte ich gerne hinweisen, dass ähnlich gefärbte Rosettenblätter besitzen auch die Rosetten von Jovibarba heuffelii an den Naturstandorten in Mazedonien. Die Flächen der Rosettenblätter waren kahl, die Rosettenblätter hatten eine spitzige und feste Spitze.
Währen meines Besuches habe ich auch blühende Rosetten beobachtet. Die meisten Rosetten waren etwa in der Hälfte der Blütezeit. Die Blüten waren interessant – etwa in der Hälfte der Länge waren die Blüten am schmalsten. Es scheint, dass die Rosetten regelmäßig am Naturstandort blühen.
Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformen-Eintrag

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Comments

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 10:01

Hallo, lieber Josef,

die Rosetten bieten eingequetscht in den Felsspalten einen ganz anderen Anblick als im Töpfchen im Garten. Die blaugrüne Farbe gefällt mir immer besonders gut, besonders wenn dann die Spitzen noch andersfarbig sind.

Leider kann zu deinem Reisebericht immer noch kein Eintrag im Naturformen-Lexikon auf der Hauptseite angelegt werden.

Aber schon mal danke für deine Mühe, uns immer wieder die Pflanzen zu zeigen wie sie in der Natur aussehen.

Liebe Grüße

Veronika