Reisebericht: Opletnya, W

Gespeichert von jezour am Di., 05.05.2020 - 20:58

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. heuffelii from Opletnya, W

In diesem Reisebericht stelle ich nächsten Naturstandort von Jovibarba heuffelii vor. Etwa nördlich von der Hauptstadt Bulgariens Sofia erstreckt sich das längste Gebirge der ganzen Balkanhalbinsel, das Gebirge Stara planina. Gleich nördlich von der Stadt Sofia fängt ein langes und tiefes Tal an, Durchbruch des Flußes Iskar. Das Tal ist besonders tief, über dem Tal emporragen oft steile und wirklich hohe Felswänden, durch das Tal führt eine wichtige Straße und auch Eisenbahn.
Wegen des Zeitmangels haben wir nur ein Teil des Tales gesehen, wir haben auch keine Wanderungen auf den Abhängen durchgeführt. Schade, vielleicht irgenwann in der Zukunft. Trotzdem habe ich westlich von dem Dorf Opletnya einen Naturstandort von Jovibarba heuffelii unten im Tal gleich über der Straße gefunden.
Der Naturstandort liegt etwa ein Kilometer westlich von dem Dorf Opletnya unten in dem Tal des Flußes Iskar, der Naturstandort liegt gleich an den Felsen über der Hauptstraße Nummer 16. Es handelt um große steile Felsen über der Straße, die Pflanzen wachsen da in der Höhe von 335 Meter über dem Meerspiegel, das Gestein wird durch Sandstein gebildet.
Der Felsen ist wirklich steil, aber sehr gegliedert – es gibt kleine Felsbänke, zahlreiche Felsspalten und auch Vorsprünge da. Gerade an solchen Stellen wachsen die Rosetten von Jovibarba heuffelii, einige Rosetten wachsen auch direkt an den steilen Felswänden. Der Naturstandort ist nicht so groß, trotzdem wachsen da viele Rosetten von Jovibarba heuffelii. Die Rosetten wachsen meistens in kleinen Gruppen, ab und zu sind kleine Kolonien zu finden.
Die Rosetten waren in der Zeit meines Besuches in guten Zustand. Die meisten Rosetten waren grünblau oder hell blau gefärbt, einige Rosetten hatten lila gefärbten Spitzen oder obige Drittel der Rosettenblätter, die Spitzen der Rosettenblätter waren oft lang, spitzig und fest.
Die Rosetten vermehren am Naturstandort nicht nur durch Teilung, während meines Besuches haben einige Rosetten geblüht, weitere Rosetten waren kurz vor Blütezeit und haben etwa eine Woche später geblüht. Die Blüten dieser Pflanzen sind ziemlich interessant – die Blüten sind etwa in der Mitte der Länge am breitesten, oben sehr eng, insgesammt ziemlich kurz.
Es handelt sich um interessanten Naturstandort und sicher gibt es weitere Naturstandorte von Jovibarba heuffelii in der Nähe. Oder auch Naturstandorten einigen Pflanzen der Gattung Sempervivum?
Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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Comments

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 10:25

Danke für diesen schönen Reisebericht, lieber jezour.

Dieser Standort scheint, so karg er auch ist, für die Pflanzen sehr gut zu sein. Sie fühlen sich sichtlich wohl dort.

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 10:26

Hallo, lieber Josef,

das mit der Blütenform finde ich interessant. Ich muss im Sommer mal gucken, ob ich auch solche Formen an meinen Blüten finde.

Vielen Dank für den Reisebericht und die schönen Bilder!

Liebe Grüße
Veronika

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 10:26

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten.
Ich finde diesen Naturstandort als gefährdet. Obwohl die Straße kurz nach der Rekonstruktion war, stellt die Festigung der Felsen über der Straße eine große Gefahr für die Pflanzen vor. Ich hoffe, dass diesen Felsen fest ist und zu der Festigung der Felsen nicht kommt. Wahrscheinlich wachsen die Pflanzen auch oben, im Fall der Festigung der Felsen wäre ein Teil des Naturstandortes verloren.

LG,
Josef

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 10:27

Lieber Josef,

heute konnte ich endlich wieder in deinen faszinierenden Berichten lesen.
Vielen, vielen Dank dafür! Für mich sind sie sehr aufschlussreich und ich bekomme einen tollen Eindruck von den ursprünglichen Bedingungen der Semperviva.

Liebe Grüße
Balkonwurzel