Reisebericht: Dalgia Rid, unten 1

Gespeichert von jezour am Mi., 29.01.2020 - 16:48

Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. leucanthum from Dalgia Rid, unten

In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in dem Gebirge Rila, wir bleiben auch in der Nähe des berühmten Rila Klosters. Das Gebirge Rila liegt in dem westlichen Teil von Bulgariens, der höchste Berg des Gebirges heißt Musala (2925 Meter Meereshöhe).
Das Rila Kloster liegt in dem tiefen Tal des Flußes Rila in dem westlichen Teil von Rila Gebirges. In der Nähe des Klosters emporragen hohe Bergen mit der Meereshöhe um 2500 Meter.
Dalgia Rid ist ein Nebengebirgskamm, der im Sattel zwischen den Bergen Malak Mermer (2562 Meter) und Golyam Mermer (2589 Meter) mündet und gleich über dem Rila Kloster endet. Die Abhänge dieses Nebengebirgskammes sind besonders steil, an manchen Orten auch felsig und sind etwa bis der Höhe von etwa 1550 Meter durch den Wald bedeckt. Unter der Grenze des Waldes an den Felsen habe ich Sempervivum leucanthum an einem Naturstandort beobachtet. Dieser Naturstandort liegt nicht weit von dem Naturstandort von Sempervivum erythraeum, den ich in dem letzten Reisebericht beschrieben habe.
Der Naturstandort von Sempervivum leucanthum gibt es auch an den Felsen, diese Felsen sind südlich und südöstlich orientiert. Wei lan den Felsen und in der Nähe der Felsen keine Bäume wachsen, erhalten die Rosetten am Naturstandort ziemlich viel Licht, nur Gras wirft Schatten an einige Rosetten.
Der Naturstandort liegt in der Höhe von 1535 Meter über dem Meerspiegel, das Gestein wird durch Schiefer gebildet. An dem Naturstandort habe ich eine riesengroße Menge der Rosetten aller Größen beobachtet. Die Rosetten von Sempervivum leucanthum wachsen in den Gruppen und auch in Kolonien am Naturstandort. Einige Kolonien sind ziemlich groß und beinhalten mehr als 40 oder 50 Rosetten. Die Rosetten wachsen da an den Felsen, in den Felsspalten, an den Rändern der Felsen und auch in der Nähe der Felsen im Gras am Naturstandort.
Weil es lange trocken war und lange nicht geregnet hat, waren viele Rosetten eher geschlossen, die äußere Rosettenblätter waren oft gelbgrün gefärbt. Die Spitzen der Rosettenblätter waren dunkel rot oder auch lila gefärbt. Die Rosettenblätter der Rosetten am Naturstandort waren dicht lang drüsig behaart, die Behaarung war länger und dichter als bei Rosetten, die an den niedriger gelegenen Naturstandorten wachsen. An den Kanten der Rosettenblätter waren auch ziemlich lange Wimper, die bei einigen Rosetten ähnlich wie bei Sempervivum ciliosum ausgesehen haben, um Sempervivum ciliosum handelt es aber nicht.
Viele Rosetten am Naturstandort haben in der Zeit meines Besuches neue Ausläufer gebildet. Die Ausläufer waren kurz. Am Naturstandort habe ich ein paar Rosetten kurz vor Blütezeit beobachtet, die Blüten waren noch nicht geöffnet, es war zu früh, die Rosetten haben etwa eine Woche später geblüht.
Dieser Naturstandort finde ich auch schön und es lohnt sich diesen Naturstandort zu besuchen. Ich freue mich auf die Antworten.

LG,
Josef

Zum Naturformen-Eintrag

Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf  www.sempervivum-liste.de  einloggen.

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Comments

Sempernicki

Mi., 03.11.2021 - 12:14

Hallo, lieber Josef,

S. leucanthum finde ich auch im Garten interessant. Im Gegensatz zu den anderen Arten sind die Rosetten immer so schön weich und verbiegen sich - je nach Platzmangel - zu immer neuen Formen.
Schade, dass du die Blüten nicht erwischt hast.

Vielen Dank für den Reisebericht mit den guten Erklärungen und den schönen Bildern!

Liebe Grüße

Veronika