Sempstypen

Im Grunde gehen alle Kultivare auf Naturformen zurück. Einige Züchtungen stammen direkt von ihnen ab und oft erkannt man  noch die Urform in den gezüchteten Sorten. Hier wollen wir ein paar davon vorstellen.

Spinnwebhauswurz ist der deutsche Name für S. arachnoideum. Diesen Namen erhielt die Pflanze, weil sich auf ihr spinnwebartige Fäden von Blattspitze zu Blattspitze ziehen. Sarachnoideum-Naturfomen und -Kultivare bilden meist sehr schöne Polster und sind bei vielen Sempervivumfreunden besonders beliebt. Die Blüten von Spinnwebhauswurzen gleichen kleinen Sternen. Sie blühen überwiegend in Rosa bis Pink, auch weiße Blüten kommen vor. (Bild 1)

S. tectorum ist die wohl am längsten im Garten kultivierte Art. Ein anderer Name für S. tectorum ist Dachwurz, was auf die Verwendung auf Dächern hinweist. S. tectorum bildet oft große Rosetten und die Blütenstiele können eine Höhe von gut einem halben Meter erreichen. S. tectorum-Kultivare blühen meist in verschiedenen Rosatönen (Bild 2)

Nachkommen von S. calcareum zeigen oft die gelbe Blütenfarbe ihrer Eltern. Die Rosetten sind meist sehr hartlaubig. Die typische Färbung ist grün mit dunklen Spitzen. S. calcareum-Kultivare blühen eher selten. (Bild 3)

Das charakteristische Merkmal von Züchtungen mit S. wulfenii als Eltern ist die knospige Rosettenform. Wulfenii-Sorten zeigen gerne helle Blüten in Gelb- oder Cremetönen. (Bild 4)

Die Berghauswurz trägt den Namen S. montanum. Kultivare mit diesem Blut haben eher weiche Blätter. Diese Züchtungen aus den hohen Bergen sind empfindlicher gegen Hitze als andere Sorten. (Bild 5)

Kultivare, gezogen aus Samen von S. marmorum ssp erythraeum gefallen durch ihre samtigen Blätter. (Bild 6)

Gestreifte Blütenblätter weisen oft auf S. marmoreum im Stammbaum hin. (Bild 7)

Donarsbart wird S. heuffelii auch genannt. Sowohl die Art als auch die Züchtungen daraus zeigen gelbe, cremefarbene oder fast weiße Blüten in Glockenform. S. heuffelii unterscheiden sich in der Vermehrung grundsätzlich von den übrigen Semps. Mehr darüber in unserem Artikel "Semps und Jovis - die Unterschiede" (Bild 8)

Ebenfalls zu den Jovis gehören S. globiferum. Auch sie haben Blüten in Glockenform und zeigen ebenfalls Gelbtöne, allerdings sind hier die Blütenblätter gefranst. Daher auch der Namen Fransenhauswurz. Die Roller, wie sie auch genannt werden, bilden keine Stolonen, der Nachwuschs hängt an feinen Fäden und fallen bei leichter Berührung zu Boden, wo sie schnell Wurzeln bilden. (Bild 9)

Es gibt noch unzählige weitere Naturformen, aus denen Kultivare entstanden. In unserer Kultivar-Liste ist es möglich, gezielt nach solchen Sorten zu suchen. Einfach im Auswahlfeld "Einordnung" die entsprechenden Einträge anklicken.

 

Inhaltsbeschreibung

Kultivar-Typen und ihre Merkmale. 

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