Reisebericht von Josef Ježek zum Naturformen-Eintrag S. marmoreum ssp. marmoreum from Astraka, Hütte
Sempervivum marmoreum ssp. marmoreum – Astraka, Hütte
In diesem Reisebericht bleiben wir wieder in Griechenland, nächster Naturstandort der Gattung Sempervivum wird vorgestellt.
Das Gebirge Pindos befindet sich in dem nordwestlichen Teil von Griechenland, es geht um einen Komplex der Massive, einzelne Massive werden durch die tiefen Täler geteilt. Der höchste Berg des gesamten Gebirges Pindos heißt Smolikas und liegt in dem nördlichen Teil des Gebirges nicht weit von der Stadt Konitsa. Das Massiv um den Berg Astraka gibt es in dem westlichen Teil des Gebirges etwa 9 Kilometer südlich von der Stadt Konitsa. Westlich von dem Berg Astraka gibt es an den Abhängen der Berge ein Städtchen Papingo. Der Name Astraka hat auch eine Gebirgshütte in einem Sattel (1910 Meter) an den nördlichen Abhängen des Berges Astraka (2486 Meter). Gleich neben der Hütte habe ich einen Naturstandort von Sempervivum marmoreum gefunden.
Der Naturstandort liegt in der Höhe von 1920 Meter und das Gestein wird durch Kalkstein gebildet.
Der Naturstandort neben der Hütte ist sehr kleinflächig, es geht um ein paar große Steine, diese Steine werden durch Gras umgegeben. Zwischen den Steinen, die gleich nebeneinander liegen, gibt es enge Spalten. Die Rosetten sind nicht nur in diesen Spalten zwischen den Steinen gewachsen, sogar auch direkt an einem Stein und an den Rändern der Steine. Trotzdem habe ich am Naturstandort nur etwa 50 Rosetten beobachtet.
Die meisten Rosetten waren in den guten Zustand, einige Rosetten waren teilweise durch das Vieh beschädigt. Am Naturstandort habe ich trotzdem die Rosetten aller Größen beobachtet. Die Rosetten waren eher teilweise geschlossen, nur die Rosetten, die teilweise durch Gras beschattet werden, waren geöffnet. Die Rosetten waren frisch grün gefärbt, die äußeren Rosettenblätter bei meisten Rosetten waren lila rot oder dunkel rot gefärbt. Die Rosettenblätter waren beiderseits kahl bei den größeren Rosetten, nur die kleinsten Rosetten, vor allem die kleine Ausläufer, hatten die Rosettenblätter behaart an den Flächen.
Viele Rosetten haben in der Zeit meines Besuches neue Ausläufer gebildet, einige Rosetten hatten noch Ausläufer, die während vorigen Jahres gebildet wurden. Am Naturstandort habe ich keine Blüte gesehen, aber vier Rosetten hatten Blütenstengel und waren kurz vor der Blütezeit.
Es muss auch erwähnt werden, dass die Pflanzen aus der Gegend bei dem Berg Astraka werden durch einige Botaniker als Sempervivum ballsii angegeben. Die Merkmale der Rosettenblätter entsprechen nicht der Beschreibung von Sempervivum ballsii, vor allem durch die Gestalt und durch die Wimper an den Kanten der Rosettenblätter in der Nähe der Spitzen der Rosettenblätter. Darum führe ich diese Pflanzen als Sempervivum marmoreum an.
Es handelt sich um den Naturstandort in der schönen Gegend. Der Aufstieg zu der Hütte Astraka nicht nicht lang und der Naturstandort ist ziemlich gut erreichbar. Ich freue mich auf die Antworten.
LG,
Josef
Zum Antworten auf den Reisebericht muss man sich hier auf www.sempervivum-liste.de einloggen.
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- 14. Juli 2019Der Naturstandort von Sempervivum marmoreum ssp. marmoreum bei der Hütte Astraka
- 14. Juli 2019Die Gruppe der Rosetten von Sempervivum marmoreum ssp. marmoreum in einer Spalte

Comments
Hallo lieber Josef, …
Hallo lieber Josef,
herzlichen Dank für den ausführlichen Reisebericht und die schönen Bilder!
LG
Veronika