S. wulfenii ssp. juvanii
Strgar) Favarger & Parnell (Bot. J. Linn. Soc. 103(3): 217, 1990)
Syn.: S. juvanii Strgar (1971)
Angaben aus Eggli, Urs (Hrsg): Sukkulentenlexikon, Bd.4, 2003, S. 365
Die dortigen Autoren für Sempervivum sind: H. 't Hart, B. Bleij & B. Zonneveld
Beschreibungen und weitere Infos
Erwin Geiger:
Heimat: Ost Slowenien
Die Rosettenblätter dieser untergeordneten Spezies sind behaart im Gegensatz zu S. wulfenii, deren Oberfläche glatt ist.
Manuel Werner:
Die Unterart Sempervivum wulfenii subsp. juvanii unterscheidet sich vor allem dadurch, dass die Flächen der Rosettenblätter drüsig-flaumhaarig sind. Sie wächst sehr isoliert nur in Ostslowenien auf Silikatfelsen der Donačka gora im Bachergebirge (Pohorje).
Die Pflanze ist ein Lokalendemit: Sie kommt nur dort an sonnenseitigen Felsvorsprüngen zwischen 500 m und 850 m Höhe vor.
Bereits der Botaniker Josef Karl MALY (damals Österreich-Ungarn) nannte in seiner „Flora von Steiermark“, die 1868 erschien, eine Hauswurz auf dem „Donatiberg“ (heutige Bezeichnung: Donačka gora). Sie wurde als S. wulfenii bestimmt. Der Kurator des Botanischen Gartens von Ljubljana, Vinko STRGAR (damals Jugoslawien), entdeckte Unterschiede zu S. wulfenii subsp. wulfenii und beschrieb die Hauswurz der Donačka gora im Jahr 1971 als Sempervivum juvanii STRGAR (1971). Mit dem Art-Epitheton ehrte er den Botaniker Franc JUVAN (Jugoslawien). Sie unterscheidet sich von der anderen Unterart nicht nur durch ihre fein behaarten Blätter, sondern auch durch die niedere Höhe ihres Habitats, das ziemlich entfernt von dem Hauptverbreitungs-Gebiet der anderen Unterart zu liegen scheint. Allerdings finden sich die Standorte der Übergangsformen und der anderen Unterart (S. wulfenii subsp. wulfenii) in den steirischen Voralpen (Riegersburg und Herbertstein) nur in ca. 80 km Luftlinie entfernt, die Standorte dort sind noch niedriger (bis zu 450 m) und auch bei der anderen Unterart sind ausnahmsweise Standorte in niederer Höhe zu finden. Bei einem dieser Standorte wurde von G. DUMONT festgestellt, dass dort auch ab und zu flächig fein drüsig behaarte Blätter zu erkennen sind, diese Drüsenhaare sind jedoch kürzer und das Merkmal verging bei ihm in Kultivation. Weil die Unterschiede zur Wulfens Hauswurz sehr gering sind, wurde die Hauswurz der Donačka gora von dem Botaniker John A. N. PARNELL wieder S. wulfenii zugeordnet und als Unterart eingestuft, was er im Jahr 1990 veröffentlichte (S. wulfenii HOPPE subsp. juvanii (STRGAR) C. FAVARGER & J. PARNELL 1990).
P. Veenvliet: Die Pflanze ist sicherlich aus Donačka gora.
